Ariel und die Twitter TOS

Derzeit macht der Artikel von Ariel Waldman zum Thema Twitter refuses to uphold Terms of Service die Runde und sorgt für einen Sturm im twittrigen Wasserglas. Worum es geht?

As I found out last month, the reality of Twitter is that they refuse to warn and/or ban people who use their service to “abuse, harass, threaten, impersonate or intimidate other Twitter users” (to quote their forth line item on their TOS page). What does this mean? In short, anyone can use Twitter to consistently harass you and ruin search results for your identity and Twitter won’t execute any means of community management.

Ariel wurde mehrfach belästigt, sah in dem Verhalten einen Verstoß gegen die Terms of Service (TOS) und hat Twitter mehrfach aufgefordert, etwas dagegen zu unternehmen und den User zu sperren. Dies hat Twitter nicht getan und daher hat sie dann einen langen Blog-Post verfasst, auf den sie dann im Twitter.com-Support auf getsatisfaction.com hingewiesen hat, immer mit der Quintessenz: “Twitter tut nix und kümmert sich null um die User.” Ariels Job ist derzeit Community Manager bei Pownce, was durchaus auch erklären könnte, warum sie so sehr wahrgenommen wird mit ihrem Einzelschicksal.

Um es klar zu sagen: Verstösse gegen die TOS sollten verfolgt werden, sobald sie angezeigt werden.

Aber, wenn mitten in einer Diskussion um Twitter, um die Stabilität, um vergrätzte User und um mögliche Alternativen neben Twitter dann auch noch so ein Artikel aufpoppt und massiv gepusht wird, dann kann man vermuten, dass es dort um mehr als nur das Erzählen eines Einzelschicksals geht. Biz Stone hat auf getsatisfaction.com dann als Antwort auf den Vorfall darauf hingewiesen, dass der entsprechende User im März seine Accounts gelöscht hat, dass Twitter sich allerdings schwer tut, den Content selber einzustufen, denn sie sehen sich nur als Kommunikationswerkzeug, nicht als Content-Vermittler. Auf Mashable.com findet sich ein lesenswerter Beitrag zu diesem Thema mit dem bezeichnenden Titel Ariel Waldman’s War on Twitter [smcb], in dem auch unaufgeregt dieses Thema diskutiert wird:

Instead, she’s very visibly turned a few very short insults into a public character assasination on Twitter and their community management expertise. If downplaying or eliminating the traces of these insults was the goal, all she’s succeeded in doing was making them headline news. Bottom line, for a potential employer (which was her apparent concern in the first place), she’s shown herself to be someone who’s not averse to making a mountain out of a relative molehill.

Für mich zeigt dieses Thema wieder einmal, dass viele Leute kommentieren oder bloggen bevor sie über das Thema halbwegs nachgedacht haben. Dies ist kein generelles Problem mit dem Community Management, sondern ein Einzelfall, bei dem mehr Fingerspitzengefühl hätte gezeigt werden sollen.

[ Update: Ariel hat einen Follow-Up gepostet ]

Viewing 1 Comment

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    Alle Möglichkeiten zu kommunizieren können im Guten oder Negativen eingesetzt werden. Warum soll das bei Twitter anders sein? Klar kann ich hier vom anderen Teil des Erdballs angepestet werden und habe zwar nicht rechtlichen Möglichkeiten wie hierzulande.

    Die beste Möglichkeit mit der bösen Seite umzugehen ist, eine glaubwürdige mit positiven Inhalten besetzte Onlinepersönlichkeit zu werden. An so jemanden prallt dann die Anpinkelei einfach ab. Und wenn Dritte versäumen, sich über den Angepissten schlau zu machen, kann ihnen auch nicht geholfen werden.
 

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